Wer sind wir?  Michaela Kopp

Wer sind wir?

Michaela

Ich entwickle als gelernte Polygrafin seit über 15 Jahren kreative Print- und Web-Projekte und betreue diese von der Idee bis zur Fertigstellung.

Dank meines Mannes habe ich meine frühere Liebe für die Fotografie wieder entdeckt und mit seiner Hilfe habe ich mich in den letzten sieben Jahren zu einer professionellen Fotografin entwickeln können.

Mir liegen Hochzeiten ganz besonders am Herzen, denn was ist schöner als liebende Menschen auf dem Weg in ein gemeinsames Leben zu begleiten und ihre Erinnerungen daran fotografisch einzufangen.

„Liebe ist nicht das was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben.“

(Katharine Hepburn)


Wer sind wir?  Yves Kopp

Yves

Bereits als kleiner Junge habe ich meinem Vater seine Spiegelreflexkamera stibitzt und meterweise Filme gefüllt. Dies nicht immer zur Freude meiner Eltern…

In späteren Jahren habe ich mich Dank meines Mentors Marcel Sauder vom Partyfotografen zum Studio- und Event-Fotografen entwickelt.

Mein Herz gehört aber schon seit vielen Jahren der Hochzeitsfotografie. Für mich gibt es nichts Schöneres als Brautpaaren an Ihrem wichtigsten Tag zur Seite zu stehen.

„Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst.“

(Victor Hugo)

Unsere Geschichte


Wer sind wir?
Das Kennenlernen

Wir lernten uns Anfang 2012 über eDarling kennen und lieben. Yves machte den ersten Schritt und zwinkerte Michaela zu – nur ein paar Stunden nach dem sie sich auf der Plattform angemeldet hatte. Nach wenigen Tagen sendeten wir uns täglich seitenlange Emails (in vier Wochen kamen weit über 40 A4 Seiten zusammen…). Wir schrieben über alles, was uns gerade einfiel – wie uralte Freunde, die sich nach Jahren wieder gefunden hatten.

Etwa zwei Wochen später telefonierten wir das erste Mal – keiner von uns weiss mehr genau wie lange, aber es waren definitiv mehrere Stunden und es war nicht das letzte Telefonat. Bereits da waren wir beide schon hoffnungslos ineinander verliebt – obwohl alle um uns herum, dachten wir spinnen. Doch noch wagte keiner den ersten Schritt in Richtung eines echten Treffens – wir hatten wohl beide Angst, dass die schöne rosarote Seifenblase platzt, wenn wir die Realität hineinlassen.

Das erste Treffen

Weitere zwei Wochen vergingen, bis wir beide bereit dazu waren. Wir trafen uns erst im Café Felix in Zürich – Yves total erkältet und mit nahezu nicht vorhandener Stimme. Kurz hat er bei der Begrüssung gezögert – drei Küsschen oder doch aufs Ganze gehen und auf den Mund küssen? Natürlich hat er sich fürs Letztere entschieden…

Nach einer Tasse heissen Tee mit Honig, gingen wir thailändisch Essen und da die Stimme wieder etwas zurückgekehrt war, wurde es spät. Ganz Gentleman brachte Yves seine “Ela” nach Hause oder besser vors Haus, denn dort verbrachten wir nochmals mindestens eine Stunde quasselnd im Auto…

Ganz zum Schluss, dann die scheue Frage: “Gell, wir sind jetzt zusammen, richtig?” und die freudestrahlende Antwort “Ja, klar.”

Partner in Crime

Nach wenigen Wochen hatten wir unsere Leben so um einander gebaut, dass wir kaum einen Abend ohne den anderen verbrachten. Yves lernte Ela’s damaligen drei Kater kennen und lieben. Wir wussten ganz tief im Inneren bereits damals – wir gehören zusammen, egal was passiert, wir sind Partner in crime.



Unser Rückzugsort und Hochzeitlocation. Einen schöneren Ort gibt es auf der ganzen Welt nicht.

Das Grandhotel Giessbach

Einer unserer ersten Wochenendausflüge führte uns ins Grandhotel Giessbach. Es war ein wunderschöner Sommertag und wir sassen auf grossen Terrasse beim Mittagessen, der Wasserfall rauschte beeindruckend im Hintergrund… Ela verschwand kurz sich “das Näschen pudern”, als Yves der Gedanke kam, dass dies doch echt ein schöner Ort zum Heiraten wäre? Ein paar Minuten später kam Ela wieder und erzählte ihm von einer Werbung, die sie im Bad gesehen hatte. Es waren die verschiedenen Säle für Veranstaltungen und Hochzeiten. Wir lachten beide laut los – dann ist es wohl beschlossen, wir heiraten hier, wenn wir soweit sind…

Auch in Amsterdam findet man an fast allen Brücken Liebesschlösser. Wir haben aber kein Schloss dort gelassen, wir haben lieber unsere Verlobungsringe mitgenommen.


Dies war unsere Ankündigung auf Facebook, dass wir verlobt sind.

Eine Reise ins Glück

Ein paar Monate später stand unser erster gemeinsamer Urlaub an. BeNeLux Rundreise, weil Ela immer so von Amsterdam geschwärmt hat, war dies natürlich auch ein Zielpunkt… Was nahmen wir ausser ganz vielen schönen Erinnerungen mit? Unsere Verlobungsringe… Wir sahen einen wunderschönen Ringe im Schaufenster eines winzig kleinen Juweliers – er bestand aus kleinen Silberplättchen, die wir Borke wirkten. Sie überlappten einander und bildeten so die runde Form des Rings. wir erkundigten uns ob es noch einen zweiten Ring gab, was die Künstlerin leider verneint. “Aber wir könnten noch einen zweiten herstellen” – wir mussten unsere Reiseplanung komplett umstellen, doch zwei Tage später hatten wir unsere Verlobungsringe am Finger.

Der Hochzeitstermin steht fest

Vier Monate später stand dann auch unser Hochzeitstermin fest – schön wäre unser Kennenlerntag gewesen, aber wir wollten beide nicht im Winter heiraten. Also schauten wir nach, ob unser Tag im August mal auf einen Samstag fallen würde, denn dann hätten wir alle sechs Monate etwas zu feiern. Dem wäre leider lange nicht so gewesen, aber bei dieser Recherche fiel Ela der 15. August 2015 auf – 15.08.15, das klingt doch gut. Yves war genauso begeistert… Unser Termin stand also 2 ½ Jahre vor der Hochzeit fest. Was gut war, denn das Grandhotel Giessbach ist immer sehr schnell ausgebucht.

Die Planungsphase beginnt

Da wir “externe” Einmischung befürchteten, beschlossen wir das Datum erstmal für uns zu behalten… Erst alles planen und dann die lieben Eltern und Verwandten einweihen. Gesagt, getan. Grandhotel reserviert und gebucht. Als nächstes wo und wann heiraten wir Zivil? Wo war schnell klar, in der Nähe des Pflegeheims von Yves einer Grossmutter, so könnte sie hoffentlich mit dabei sein. Das Schloss Werdenberg ist eine verdammt schöne Location zum Heiraten und das Zivilstandesamt bietet dort noch heute Trauungen an. Das wann gab mehr Diskussionen, doch wir einigten uns auf den 14.08.15, auch wenn es viel Stress bedeutete.

Unsere eigene Ziviltrauung fand im Schloss Werdenberg statt.

Die kirchliche Trauung

Die kirchliche Trauung stellte uns vor grössere Herausforderungen. Die meisten unserer Gäste kamen aus dem Raum Zürich, fahren sie anderthalb Stunden ins Berner Oberland nur für Trauung und Apéro? Die Feier im Grandhotel sollte nur im engen Kreis stattfinden, die kirchliche Trauung aber mit gut 150 Gästen… Wir haben mit Locations auf halber Strecke (z.B. Luzern) geliebäugelt, aber was Yves gefiel, mochte Ela nicht und umgekehrt. Irgendwann entnervt von den Diskussionen, gingen wir einfach in der Kirche unserer Gemeinde (Maur) vorbei. Was sollen wir sagen, es war das gleich wie mit Giessbach – wir schauten uns an und wussten, wir hatte unsere Kirche gefunden. Klar sie hat keinen Mittelgang, für viele ein enormer Nachteil. Die Braut müsste zum Seiteneingang rein und der Weg zum Altar wäre seeeehr kurz. Ela steht aber eh nicht so gerne im Mittelpunkt, so war es für uns eher ein Pluspunkt…

Ein paar Wochen später war die Taufe von Yves Patenkind genau in der Kirche. Der Pfarrer war sympathisch und so fragten wir ihn nach dem Gottesdienst, ob er uns trauen möchte. Kirche und Kirchgemeindehause wurden wenige Tage später gebucht und wir waren mit der Grundplanung fertig.

Save the Date

Nun durften es auch endlich erst die Eltern und dann der ganze Rest erfahren. Die Save the date gingen fast ein Jahr im Voraus raus und wir gingen relativ entspannt an die Feinplanung. Es war von Anfang an klar, dass Yves unbedingt seinen Mentor Marcel Sauder als Fotografen wollte und er sagte auch zu, obwohl er eigentlich keine Hochzeiten mehr macht. So standen wir (selbst Hochzeitsfotografen) nie vor der schwierigen Situation in der Ihr Euch gerade befindet – die Fotografenauswahl. Eine der wichtigsten Entscheidung der Hochzeitsplanung, denn der richtige oder besser der zu Euch passende Fotograf fängt Eure Emotionen an dem Tag ein und lässt sie mit jedem Betrachten der Bilder wieder aufleben. Irgendwann zeigt ihr die Bilder Euren Kindern und Enkeln. Sie überdauern Generationen, da solltet ihr die Personen wählen, deren Stil euch am besten gefällt und die Euch sympathisch sind – das sind selten die günstigsten…

Bei jeder Hochzeit geht schief, was schief gehen kann

Wenn ihr jetzt glaubt: “Bei denen läuft es ja wie am Schnürchen, wieso geht bei mir alles schief?” Da können wir Euch beruhigen, es ist nicht alles glatt gelaufen.

Yves Grossmutter in dem Pflegeheim bei Werdenberg, starb kurze Zeit später – wir blieben bei der Location und Ela’s Brautstrauss blieb an dem Tag bei ihr auf dem Friedhof… Es war ein ganz besonderer Moment, wir beide allein auf dem Friedhof – Braut & Bräutigam. Anfang eines Lebensabschnitts und das Ende des Lebens können so nah bei einander liegen…

Kein Heliflug für uns

Unser geplanter Heliflug von Maur nach Interlaken, auf den wir uns wie kleine Kinder gefreut hatten, fiel zwei Monate vor der Hochzeit ins Wasser. Der Pilot (Hobby-Flieger) musste uns mitteilen, dass er nicht genug Flugstunden hat um Passagiere befördern zu dürfen – sein Kollege würde es aber gerne machen. Nur sollte das plötzlich dreimal soviel kosten – wir haben dann lieber einen 7er BMW gemietet, den Yves so liebt… Zur Kirche hin und direkt von der Kirche weg wurden wir im Oldtimer von Yves’ Onkel chauffiert…

Das Frack-Drama

Yves Hochzeits-Frack ist eine Horrorgeschichte, die allein mehrere Seiten füllen könnte. Kurz gesagt, es war ein massgeschneiderter Frack, der erst viiiiiiiiiel zu spät, genauer gesagt fünf Tage vor der Hochzeit für eine erste Anprobe fertig wurde und dann komplett falsch geschnitten war – Yves sah aus wie ein monochromes Osterei. Er war am Ende… Die Massschneiderei hat darauf nur mit dem Spruch reagiert “Da können wir jetzt auch nichts mehr machen”. Super! Wir haben dann in einer Nacht- und Nebelaktion einen Verleihservice für Fracks gefunden und Yves Leihfrack in der Nacht vor unserer Ziviltrauung abgeholt. Ela’s beiden Kleider wurde in ihrer alten Heimat von einer einzelnen Schneiderin genäht und waren zwei Monate früher fertig, inkl. drei Anproben… So einfach hätte es auch für Yves gehen sollen…

Kurzfristige Absagen

Am Tag vor der Ziviltrauung kam dann noch die Nachricht, dass Ela’s 83-jährige Grosstante und Oma-Ersatz, seit ihre eigene 1999 verstorben war, gestürzt ist und ihr Sohn und dessen Frau deshalb nicht kommen konnten. Sie war nicht schwer verletzt, aber alleine bleiben konnte sie trotzdem nicht. Die drei sind mal abgesehen von Ela’s Eltern ihre einzigen Verwandten und es traf sie schwer, dass sie diesen Tag verpassen würden…

Dies ist das erste und fast das letzte gemeinsame Bild von unserem jüngsten Gast (5 Tage) und Yves über neuzigjährigen Grossmutter, die ihren zweiten Urenkel im Arm hält.

Ein unerwarteter und doch so willkommener Hochzeitsgast

Es war auch lange nicht klar, ob Yves’ Schwägerin zur Hochzeit kommen könnte. Sie war hochschwanger mit ihrem zweiten Kind – Geburtstermin knapp zwei Wochen nach unserer Hochzeit… Nun Nico hat das klar geregelt, er kam einfach schon am 10. August auf die Welt und so konnte er zusammen mit seiner stolzen Mama am Apéro nach der Trauung dabei sein. Dabei entstanden auch die ersten und fast die letzten Bilder von Yves’ zweiter Grossmutter mit ihrem Urenkelchen. Sie hat uns wenige Monate später verlassen müssen… Unsere Fotografen wussten von ihrer und Nicos (Yves ist sein Götti) Bedeutung für uns, weil wir es ihnen klar kommuniziert haben. Nicht zuletzt deshalb sind so viele wunderbare Bilder mit Ihnen entstanden… Dies ist auch der Grund warum wir unsere Brautpaar immer nach solchen wichtigen Personen befragen.

Die vermisste Kamera

Yves hatte extra für die Hochzeit eine 360 Grad Kamera gekauft, damit wir die kirchliche Trauung aufnehmen könnten. Eine befreundete Sängerin sollte Lieder singen, die uns wichtig sind und Ela wollte vor allem ihren Gesang aufgenommen wissen, da sie wusste, dass sie es grandios machen wird. Doch was ist passiert? Ihr völlig aufgelöster und aufgeregt Göttergatte hat es geschafft die Kamera sicher zu versorgen und in dem Moment nicht wieder zu finden – wir fanden sie am nächsten Tag in der Geschenkekiste… Bitte lernt daraus, so etwas gehört an neutrale Personen delegiert… Zum Glück hat sich Yves Onkel nicht an das “Fotoverbot” gehalten und den Einzug der Braut inkl. musikalischer Untermalung sowie das Ja-Wort mit seiner Kamera gefilmt. Wir haben ihn, glaube ich, dafür nie so richtig gedankt. Also Danke, Martin. Für Ela war dies das grösste Hochzeitsgeschenk überhaupt und sie hat wie ein Schlosshund geheult als sie die Videos entdeckt hat… Bitte halte Dich weiter nicht an Verbote 😉

So haben wir unsere Eheringe das erste Mal gesehen. Eine gute Freundin hat sie für uns designed und hergestellt. Heute sehen sie nicht mehr so aus. Da sie aus Silber sind glätten sich die Reliefs langsam und wir freuen uns auf den Tag, wenn die Jahre sie ganz glatt geschliffen haben. Denn das heisst wir haben es in der heutigen Zeit geschafft immer noch verheiratet zu sein.

Das Wetter spielt verrückt

Hatten wir erwähnt, dass wir unbedingt im Sommer heiraten wollten, weil es da so schön warm ist? Pustekuchen an der Ziviltrauung war es noch ganz ok, aber am nächsten Tag hat aus Kübel gegossen und wir waren Mitte August bei 15 Grad… So kann das Leben spielen – all die selbst gebastelten Fächer waren völlig nutzlos.

In Giessbach angekommen, mussten wir zusammen im unseren Fotografen entscheiden, dass Paarfotos im Freien keine Option sind – wir wären ertrunken… Das Shooting wurde kurzer Hand auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und wir konnten uns ganz auf unser Fest und unsere Gäste konzentrieren. Aus dem Grund bieten wir heute noch unseren Brautpaar die Möglichkeit, das Paarshooting nicht am Hochzeitstag selber zu machen. Unser Nachshooting war anderthalb Wochen später und wir hatten jede Menge Zeit, Spass und Null Stress – ausser man zählt, dass wir nach 3,5 Stunden am verhungern waren und Marcels Frau immer wieder kam mit: “Moment, ich hab noch eine Idee”…

Missgeschicke gehören einfach dazu

Ihr seht also bei jeder Hochzeit geht schief, was schiefgehen kann. Egal wie lange oder wie gut man plant. Ihr seid mit diesem Problem nicht alleine. Nehmt die Missgeschicke, die ihr nicht ändern könnt hin und lasst Euch bei den restlichen Problemchen helfen – in ein paar Jahren schaut ihr lachend zurück – versprochen. Das Foto von Yves in dem versauten Frack ist eines der lustigsten Bilder von ihm und Ela lacht heute Tränen, wenn sie es mal wieder sieht. Selbst Yves kann inzwischen darüber lachen… Nur die Leute von der Massschneiderei sollten ihm wohl immer noch nicht über den Weg laufen…

Aller guten Dinge sind drei

Fragt ihr Euch nun was wir mit Ela’s Verwandten gemacht haben, die nicht kommen konnten? Ganz einfach, wir haben in Ela’s Heimatstadt am 31.10.2015 noch ein drittes Mal geheiratet, nur für ihre Tante, ihren Cousin und dessen Frau. Davon gibt es sogar ein 360 Grad Video, das heute umso wichtiger ist, da Ela’s Tante Ende 2018 gestorben ist.

Was ist die Lehre aus der Geschichte? Man muss nur oft genug Heiraten, dann klappt irgendwann alles, zumindest wenn man die einzelnen Events addiert… Wir haben uns entschieden immer zur gleichen Person JA zu sagen und das tun wir seit unserem ersten Treffen auf die eine oder andere Weise jeden Tag. Wir wünschen Euch das selbe Glück und freuen uns darauf bald Eure Geschichte zu hören.

Bilder: Marcel Sauder Photography, Melanie Hoppe, Never 0815 GmbH